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 2000          
           
November    6. Nov.   Schauspieler lesen  Essen
    20:00   "Das dreißigste Jahr"
        Seraphine Rastl liest Ingeborg Bachmann  
      Veranstaltungsort:  Literaturbuchhandlung im Grillo-Theater - Essen
       

"Wenn einer in das dreißigste Jahr geht...", mit diesen Worten beginnt die umfangreichste der sieben Prosaarbeiten von Ingeborg Bachmann, die in dem Erzählungsband "Das dreißigste Jahr" 1961 erschienen ist:
Das Erreichen des 30. Lebensjahrzehnts markiert in diesem Text, veranschaulicht am Beispiel eines Mannes, das endgültige Ende der Jugend und den Beginn dessen, was gemeinhin als Berufsleben umschrieben wird und dem Dreißigjährigen als Falle erscheint. Noch versucht er, jede Entscheidung zu vermeiden, er verbleibt in einem 'Schwebezustand':
"(...) bisher hat er einfach von einem Tag zum anderen gelebt, hat jeden Tag etwas versucht und ist ohne Arg gewesen. Er hat so viele Möglichkeiten für sich gesehen und er hat, zum Beispiel, gedacht, dass er alles mögliche werden könne: Ein großer Mann, ein Leuchtfeuer, ein philosophischer Geist.
Oder ein tätiger, tüchtiger Mann; er sah sich beim Brückenbau, beim Straßenbau, im Drillich, sah sich verschwitzt herumgehen im Gelände, das Land vermessen, aus einer Blechbüchse eine dicke Suppe löffeln, einen Schnaps trinken mit den Arbeitern, schweigend. Er verstand sich nicht auf viele Worte.
Oder ein Revolutionär, der den Brand an den vermorschten Holzboden der Gesellschaft legte; er sah sich feurig und beredt, zu jedem Wagnis aufgelegt. Er begeisterte, er war im Gefängnis, er litt, scheiterte und errang den ersten Sieg. Oder ein Müßiggänger aus Weisheit - jeden Genuss suchend und nichts als Genuss, in der Musik, in Büchern, in alten Handschriften, in fernen Ländern, an Säulen gelehnt. Er hatte ja nur dieses eine Leben zu leben, dieses eine Ich zu verspielen, begierig nach Glück, nach Schönheit, geschaffen für Glück und süchtig nach jedem Glanz!
Mein Vorhaben: Ankommen!"

Dieser Wunsch aus der Titelerzählung "Das dreißigste Jahr" steht auch hinter den zerfahrenen Reisebewegungen Ingeborg Bachmanns dieser Jahre. Ruhelos wie der Dreißigjährige der Erzählung reist sie "von Wien nach Rom, zurück nach Wien, wieder nach Rom und schließlich abermals zurück nach Wien, kann an keinem Ort, zu dem sie zurückkehrt, wirklich ankommen."

   

Februar 

  24.-26. Feb.   Es lesen...  Zürich
    20:00/22:00   Erika Burkart, Inger Christensen, Elke Erb
        Es diskutieren...
        SchülerInnen
        Es schreiben...
        Sibylle Berg, Kathrin Röggla und Terézia Mora ihre eigene Version von Ingeborg
        Bachmanns posthum erschienenem Fragment
       

"Gier"

      Veranstaltungsort:  Theaterhaus Gessnerallee Zürich
   

Januar 

  5. Jan.   Lesung  Bochum
    20:00   "Das dreißigste Jahr"  
        Maren Eggert liest Ingeborg Bachmann  
      Veranstaltungsort:  ZadEck - Schauspielhaus Bochum
 1999    
           
November    28. Nov.   Literarisch-musikalische Frühstücksmatinée
    20:00   "Es ist Zeit, dass der Stein sich zu blühen bequemt"
        Paul Celan und Ingeborg Bachmann - eine dichterische Auseinandersetzung
      Veranstaltungsort: Schauspiel Essen [Café Central im Grillo-Theater]
        Nach Wien, das für beide erst "unerreichbar" schien, flohen zwei junge, fast unbekannte Dichter und begegneten sich dort von Dezember 1947 bis zum Juni 1948, ein halbes Jahr lang. Kennengelernt haben sollen sie sich in einer höchst prosaischen Behörde, dem internationalen Arbeitsamt. Paul Celan hatte bereits seinen ersten Gedichtband "Sand aus den Urnen" geschrieben; der zweite "Mohn und Gedächtnis" folgte bald. Über die Hälfte der Verse sind Ingeborg Bachmann gewidmet. Die Bachmann antwortet auf viele davon in Gedichten und Prosa, etwa in "Malina", ihrem einzigen Roman und in der Erzählung "Drei Wege zum See". "Dunkles zu sagen", ihr letztes Gedicht aus dem Zyklus "Ausfahrt", ist auch ein Abschiedsgeschenk an Celan. Ingeborg Bachmann nimmt das "Du" in Paul Celans Gedichten an und überführt es in ein literarisches Zwiegespräch am "Ort der Dichtung", Zug um Zug schreibt sie ihre Geschichte mit Celan in Literatur um.
        Vorgestellt von Blanche Kommerell und Edgar Lösch
        Musik: Wolfgang Bender (Violine)
   
Juli    10. Juli   Lesung  Steirische Festspiele
    17:00   "Erklär mir, Liebe"  
        Senta Berger liest Ingeborg Bachmann  
      Veranstaltungsort:  Schauspielhaus
   

Januar 

  10. Jan.   Literarische Audienzen  Bonn
    19:00   "Was ich in Rom sah und hörte"  
        Agnes Pollner liest Ingeborg Bachmann [Rahmenprogramm zur "Vatikan-Ausstellung"]
      Veranstaltungsort:  Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
 1998    
           
April    April   Sprachklänge  Bonn
        Frequenzen - Tendenzen  
        Karin Hempel-Soos präsentiert eine kleine Auswahl von Bachmann Gedichten
      Veranstaltungsort:  Kammermusiksaal Beethovenhaus, Bonn
 1996    
           
Mai    12. Mai   Lesung  Wien - Wiener Festwochen
    11:00   Elisabeth Trissenaar liest Ingeborg Bachmann  
      Veranstaltungsort:  Theater an der Wien
         

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  © Ricarda Berg, erstellt: Februar 2001, letzte Änderung: 02.01.2016
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